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Das Glas zum Wein

Die Riedelglas-Philosophie

„..gemäß der Form, Größe und dem Randdurchmesser des Glases nehmen Körper, Kopf und Zunge eine definierte Haltung ein.“

 

schreibt Riedel, und weiter:

 

„..die vielfältige Geschmacksempfindung entsteht jedoch erst durch das Zusammenwirken mit dem Geruch. Die Mundhöhle ist über den Rachen mit den Geruchsnerven verbunden, man riecht und schmeckt zur selben Zeit. Frucht, Säure, Tannin und Alkohol sind die variablen Geschmackskomponenten eines Weines die das Glas vermittelt.

 

Den Wein sofort zu schlucken würde das Vergnügen verkürzen, aus diesem Grunde bewegt man den Wein im Mund, um alle Geschmacksrezeptoren anzusprechen. Manche spitzen den Mund, um den angesaugten Luftstrom mit der Flüssigkeit zu mischen, um so den Geschmack noch intensiver zu erleben.

 

Der abschließende Schluckvorgang und der damit verbundene Nachgeschmack entscheiden über Qualität und Genuss. So kann die Bitterkomponente eines gerbstoffreichen Rotweins über die Schaltstelle Glas unterschiedlich wahrgenommen werden, von angenehm rund mit Frucht unterlegt bis grün, scharf und adstringierend (bitter) kann sich das Geschmacksbild ein und desselben Weines aus unterschiedlichen Gläsern darstellen.“


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